Mosterei

„Wir machen das Beste aus Äpfeln und Birnen!“ Unter diesem Leitspruch bieten wir Kindern und Jugendlichen im Schwarzwald-Baar-Kreis ein besonderes Event in der Mosterei in Hubertshofen an.

Apfelsaft kommt nicht aus dem Supermarkt! Dies vermitteln wir den Kindern, indem wir sie am Werden des Saftes, vom Pflanzen des Obstbaumes bis zum fertigen Getränk, teilhaben lassen.

Der Saft wird in der Mosterei schonend zubereitet, so dass er einen besonders hohen Aroma- und Vitamingehalt hat. Davon können sich die Kinder an Ort und Stelle überzeugen – denn der frische Apfelsaft kann gleich in der Mosterei verkostet werden.

Die Kinder dürfen selbst mit anpacken. Sie sind Teil des Produktionsprozesses – so schmeckt der Apfelsaft noch viel besser. Gemeinsam schaffen wir mit einem einfachen handwerklichen Verfahren ein Naturprodukt von höchster Qualität.

Die Workshops in der Mosterei bieten wir Kindergartengruppen und Schulklassen an. Die Teilnahme kostet 10 EUR für jedes Kind.

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Eine Bildergeschichte über die Mosterei

Vom Apfelbaum in den Tetrapack
Autor: Lutz Rademacher

Wenn im Spätsommer und im Herbst die Äpfel reif sind, fangen sie an, von den Bäumen zu fallen. Auch beim Pflücken fällt immer wieder Obst auf den Boden. Äpfel können nur gelagert werden, wenn sie vollkommen unbeschädigt sind. Auch verwurmte Früchte sind nicht lagerbar, da sie an den befallenen Stellen faul werden. Gut geeignet ist solches „Fallobst“ aber zum Mosten. Natürlich kann man auch gepflückte Äpfel mit dazu nehmen. Und so haben kleine Mostereien wie die in Hubertshofen im September und Oktober Hochkonjunktur. Dort kann man sein Obst anliefern und Apfelsaft aus den eigenen Früchten mitnehmen, auf Wunsch sogar sterilisiert im Tetrapack. Anmeldungen nimmt Georg Tritschler ab 18:00 unter 07705/2209994 entgegen.

Viele Kilo Fallobst sind schon abgesammelt und noch immer trägt der kleine Apfelbaum in Unterbränd jede Menge reifeFrüchte, die Stück für Stück herunterfallen. Bild: Lutz Rademacher
Nun ist der Baum abgeerntet. Die Früchte wurden zuerst vom Boden, dann von der Leiter gepflückt, der Rest heruntergeschüttelt. Faule Äpfel wurden verworfen. Trotzdem kann sich der Ertrag mit 150 Kilo sehen lassen. Bild: Lutz Rademacher
Gut vorbereitet geht es zur Mosterei nach Hubertshofen: Die 150 Kilo Äpfel in unterschiedlichen Behältnissen und einem Sack, Mostfässer zur Zwischenlagerung und die wieder verwendbaren Kartons der Tetrapacks vom vergangenen Jahr. Bild: Lutz Rademacher
Reger Betrieb herrscht an der kleinen Mosterei in Hubertshofen. Ein Kunde nach dem anderen wird abgefertigt. Bild: Lutz Rademacher
Zunächst werden die Äpfel gewogen. Pro 10 Kilo wird für das Mosten ein Euro berechnet. Bild: Lutz Rademacher
Über eine Holzrutsche werden die Äpfel in die Anlage gegeben. Die Kunden (hier Fridolin und Sofie Langenbacher) arbeiten in Hubertshofen mit. Bild: Lutz Rademacher
Über einen Hebel wird die hydraulische Presse in Gang gesetzt. Bild: Lutz Rademacher
Über einen langen Schlauch wird der fertige Apfelsaft vom Holzbottich in die bereitstehenden Mostfässer umgepumpt. Bild: Lutz Rademacher
Aus dem Schlauch füllt Finn Tritschler die vor der Mosterei die bereitgestellten Mostfässer. Bild: Lutz Rademacher
Etwa die Hälfte der Kunden, so wie hier Fridolin Langenbacher nimmt ihren Most in den eigenen Fässern zur Weiterverarbeitung gleich wieder mit. Bild: Lutz Rademacher
Andere lassen ihren Most in Hubertshofen einkochen und in Tetrapacks verpacken. Damit jeder seinen eigenen Saft bekommt, ist es wichtig, die Mostfässer sorgfältig anzuschreiben. Bild: Lutz Rademacher
Über Nacht setzt der Most ab. Der Rest der noch enthaltenen Festbestandteile wird über ein feines Sieb in eine Wanne abgesiebt. Insgesamt gehen bei dem Vorgang pro 60 Liter noch einmal fünf bis zehn Liter verloren. Nach jedem Kunden wird die Wanne gereinigt Bild: Lutz Rademacher
Mit einem Durchlaufpasteuriisator wird der Saft auf 78 Grad Celsius erhitzt und von Georg Tritschler in Tetrapacks abgefüllt. Bild: Lutz Rademacher
Langsam füllen sich die Regale mit Tetrapacks mit frischem Apfelsaft nach Kunde geordnet und warten auf ihre Abholung. In Hibertshofen gibt es sie mit 20, 10, 5 und 3 Litern Inhalt. Bild: Lutz Rademacher
Eine zweite Generation Durchlaufpasteuriisator steht in den Startlöchern. Hiermit kann Georg Tritschler den Saft in Glasflaschen abfüllen. Bild: Lutz Rademacher